Produktionssteuerung bei hoher Variantenvielfalt in der Elektronikfertigung
Conwip: Eine Variante zum klassischen Pull

Alexander Wuthnow, Jochen Deuse, Technische Universität Dortmund

Ein kontinuierlicher Anstieg der Variantenvielfalt, lange Durchlaufzeiten und hohe Bedarfsschwankungen prägen viele Wertströme in der Elektronikindustrie. Die Implementierung von Nivellierung und Ziehprinzip soll dabei helfen, Regelabläufe und standardisierte Arbeit in der Fertigung zu ermöglichen. Als Lösungsansatz wird in diesem Artikel an einem Praxisbeispiel die Umsetzung einer hybriden Conwip-Steuerung vereinigt mit dem Baustein Nivellierung vorgestellt.

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Interview

In kürzester Zeit zu echten Innovationen kommen

Fabriksoftware sprach mit Manfred Deues, Vorstandsvorsitzender der ams.Solution AG und Mitglied des Management Boards des ife - Institut für Einzelfertiger, über die Anfänge, Entwicklungen und Trends von Software für die Einzel- und Auftragsfertigung.

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Methoden zur Optimierung von Beständen

Ulrich Stache, Universität Siegen

Aus theoretischer Sicht ist die Materialbedarfsplanung eine mehr oder weniger triviale Aufgabe. In der Praxis erweist sich die Umsetzung, insbesondere in kleinen und mittelständischen Unternehmen, aus verschiedenen Gründen als problematisch und verursacht ernsten Konsequenzen wie beispielsweise einen hohen Bedarf an Lagerplatz, eine schwierige Administration der Produktion und Fehlmengensituationen bei Teilen, Baugruppen und Erzeugnissen. Der Beitrag präsentiert eine abgestimmte Folge von Ansätzen zur Lösung dieses Problems. Teil 1 des Beitrags in Ausgabe 2/2002 befasste sich mit universellen Verfahren zur Bestandsoptimierung

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Mit Kapazitätssteuerung zur termintreuen Produktion

Peter Krobath

Eine hohe Termintreue als zusätzliches Differenzierungsmerkmal gewinnt für viele Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Einen signifikanten Beitrag zu deren Erreichung kann eine Kapazitätssteuerung leisten, welche durch kurzfristige Kapazitätsanpassungen versucht, Planabweichungen auszugleichen und damit der Entstehung von Rückstand entgegen zu wirken. Nicht zuletzt aufgrund der vergleichsweise geringen Thematisierung in Theorie und Praxis gibt es in der Industrie teilweise noch erheblichen Nachholbedarf, weswegen nachfolgend die notwendigen Grundlagen zur Implementierung erörtert werden.

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Editorial

Anwender setzen neue Schwerpunkte im Produktionsmanagement!

Eine deutliche Trendwende ist gegenwärtig im Markt für Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme festzustellen. Immer mehr Industrieunternehmen entscheiden sich für intelligente, flexible und einfach zu bedienende Lösungen. Sie lassen sich nicht mehr jede Infrastruktur als angeblich notwendig verkaufen und bewerten Software auch nicht nur nach ihrem Funktionsangebot, sondern auch nach ihrer Zukunftsfähigkeit.
Den zunehmenden Dezentralisierungstendenzen kommen schon jetzt einige Anbieter stark entgegen. So lassen sich lose gekoppelte Werksverbunde über EDI erstmals auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen realisieren. Sichten, die über den Werksverbund gelegt werden, erleichtern das Treffen unternehmerischer Entscheidungen.
Unter besonders starkem Druck stehen dabei die Zulieferbetriebe für Montagefabriken, etwa im Fahrzeugbau. Hier sind einige Lösungen entstanden, die wegweisend auf dem Weg zu dezentral geführten, aber zentral koordinierten Produktionseinheiten sind.
In vielen Unternehmen ist das PPS-System immer noch das Herz der Produktion. Doch auf die Verbindung mit den anderen Organen wird viel mehr Wert gelegt. Systeme, die nicht in der Lage sind, mit Konstruktionsstücklisten dem Prozeßablauf entsprechend umzugehen, werden bald gänzlich abgelöst werden. Und die Abgrenzung zwischen Planungssystem und Istabgleich verschwimmt bei einigen Anbietern zusehends, da immer mehr Funktionen der Fertigungssteuerung in die PPS-Systeme integriert werden.
Jedoch auch ein Trend in eine ganz andere Richtung wird immer stärker.  Unternehmen, die sich ganz vom Determinismus der Fertigungssteuerung gelöst haben und ihre Feinsteuerung nunmehr wieder gänzlich durch erfahrene Mitarbeiter durchführen lassen - unterstützt natürlich durch entsprechenden organisatorische Veränderungen. Doch auch für diesen Weg, für den es erfolgreiche Praxisbeispiele gibt, ist ein PPS-System, das mindestens Rahmentermine für Leitteile setzt, auch weiterhin unverzichtbar.



Effizienz im Anlagenlebenszyklus
Perspektiven der virtuellen Anlage

Michael Schenk, Andrea Urbansky und Sabine Szyler

Der deutsche Anlagenbau befand sich noch vor Kurzem in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Anlagenhersteller mussten schwerwiegende Bestellrückgänge hinnehmen. Die Auswirkungen der Finanzkrise schlugen sich deutlich in der Branche nieder. Das gestaltet sich jedoch schwierig, da die Planungssicherheit für das nächste Jahr fehlt, die Auftragseingänge und somit die Auslastung der Unternehmen unzureichend sind. Es kommt darauf an, Kosten zu sparen, um nicht zuletzt die Wirtschaftlichkeit von Innova- tionen zu steigern, Prozesslaufzeiten zu verkürzen, Ressourcen optimal und damit sparsam einzusetzen und im gleichen Zuge die Qualität durch das Vermeiden von Planungs-, Umsetzungs- sowie Inbetriebnahme- und Bedienfehlern zu sichern. All das gehört zum „Anlagenbau der Zukunft“.

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Planungsmethodik in der Automobil-Montage
Identifizierung von Vor- bzw. Hauptmontageumfängen

Simon Aisenbrey, Christian Küber und Petra Foith-Förster

Die zunehmende Anzahl an Modellen und Derivaten in der Automobilindustrie führt zu einer Zunahme an varianten Arbeitsvorgängen (AVOs) in der Montage. Die Planung solch varianter AVOs stellt eine besondere Herausforderung dar. Im Rahmen des Forschungsprojektes ARENA 2036 wurde eine Planungsmethodik für die Verteilung von Arbeitsvorgängen in die Haupt- und Vormontage mit dem Ziel einer variantenmixflexiblen Hauptmontage entwickelt.

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Was macht eine gute Planung aus?
Ergebnisse einer empirischen Umfrage in Produktionsunternehmen

Herbert Jodlbauer und Sonja Reitner

Logistische Kenngrößen wie Bestände, Liefertreue und Durchlaufzeit spielen eine wichtige Rolle in der Produktionsplanung und -steuerung. In einer empirischen Studie werden die eingesetzten Planungshilfsmittel und deren Bewertung durch die Unternehmen untersucht. Der Detaillierungsgrad der Planung, die Verwendung von passenden Losgrößen und überlappende Fertigung können Beiträge zur Verbesserung der logistischen Kennzahlen leisten. Diese Zusammenhänge werden hier empirisch nachgewiesen.

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Montagefolgeplanung mit Anordnungsbeziehungen

Winfried Jänicke, Michael Tammer, Marian Brandau und Lars Walther

Es wird ein Vorgehen zur Optimierung der Montagereihenfolge z. B. bei der Produktion von Motoren und Getrieben beschrieben. Neben den aus der Kanban Theorie bekannten automatischen Schritten des „Nivellierens und Glättens“ werden Möglichkeiten aufgezeigt, die Ergebnisse interaktiv nachzuarbeiten. Weiter kann man zusätzlich eine Menge von Anordnungsbeziehungen definieren und deren Einhaltung überwachen, bzw. erzwingen. Zur Lösung dieser Aufgabenstellung wurde ein Advanced Planning and Scheduling System (APS), das als Add-On zu SAP ERP implementiert werden kann, erweitert. Die Lösung verwendet ausschließlich SAP ERP Daten und SAP ERP Infrastrukturen.

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Stabilisierung von Produktionsprozessen

Frank Straube, Mario Gensicke, Christian Felix Durach, Eric Findeisen

Die Schaffung stabiler Produktionsprozesse gewinnt für Produktionsunternehmen zunehmend an Bedeutung. Die Vielzahl in der Unternehmenspraxis zu berücksichtigenden Faktoren und die große Anzahl an existierenden Verbesserungsmethoden machen den notwendigen Stabilisierungsprozess jedoch häufig zeitaufwendig und komplex. Dieser Artikel stellt eine Studie des Fachgebiets Logistik der Technischen Universität Berlin vor, in der gemeinsam mit der Siemens AG ein Vorgehensmodell entwickelt wurde, welches Manager der operativen Produktionsplanung und -steuerung unterstützt und hilft, ein optimales Stabilitätsniveau in der Fertigung zu erreichen.

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