Methodengestütztes Fehlteilmanagement in Zuliefer-Abnehmer-Beziehungen Erfahrungen aus der europäischen Luftfahrtindustrie

Michael Slamanig, Christian Leber und Patrice Motlik

Störungen im Materialfluss entlang der Supply Chain können dazu führen, dass Produktkomponenten nicht rechtzeitig in einzelnen Lieferstufen verfügbar sind, wodurch aus Sicht der Abnehmer Fehlteile entstehen. Diese Fehlteile können die Einhaltung des zugesagten Liefertermins des Endprodukts gefährden, weshalb meist kostenintensive Korrekturmaßnahmen erforderlich sind. In diesem Beitrag wird eine Methode zur Prävention von wiederkehrenden Fehlteilen vorgestellt, die gemeinsam mit einem Unternehmen der europäischen Luftfahrtindustrie entwickelt wurde.

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Der Einfluss von Prioritätsregeln auf logistische Zielgrößen

Peter Nyhuis, Wiebke Hartmann und Andreas Fischer

Mit der wachsenden Bedeutung logistischer Zielgrößen für den Erfolg eines Unternehmens gewinnt die Reihenfolgebildung zunehmend an Relevanz, da sie einen direkten Einfluss auf die Zielgrößen Termintreue und Durchlaufzeit hat. Der vorliegende Beitrag stellt einen Ansatz vor, der eine allgemeingültige qualitative Beschreibung der Wirkung unterschiedlicher Prioritätsregeln auf produktionslogistische Zielgrößen ermöglicht und so die Auswahl einer geeigneten Prioritätsregel unterstützt, ohne eine fallspezifische Simulation zu erfordern.

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Big Data in der Logistik
Ein ganzheitlicher Ansatz für die datengetriebene Logistikplanung, -überwachung und -steuerung

Norman Spangenberg, Martin Roth, Stefan Mutke und Bogdan Franczyk, Universität Leipzig

Die Bedeutung der Logistik hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Während diese früher zu den Kernfunktionen der meisten Unternehmen zählte, werden Logistikdienstleistungen heutzutage häufig an Logistikdienstleister ausgelagert. Diese Verlagerung führt zu neuen organisatorischen Strukturen und ermöglicht ebenso die Umsetzung neuer innovativer Geschäftsmodelle. Durch die Digitalisierung der Logistik steigt der notwendige Integrations- und Koordinationsaufwand exponentiell an und kann nur durch den intelligenten Einsatz von IT beherrschbar gestaltet werden kann. Dieser Beitrag beleuchtet das Spannungsfeld der Logistik und IT und zeigt auf, welchen Herausforderungen die Logistik unterliegt und wie diese durch den adäquaten Einsatz von Big Data Technologien bewältigt werden können.

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Umsatzsteigerung durch Erhöhung der Logistikleistung?

Peter Nyhuis, Michael Grigutsch und Heinz-Simon Keil

Durch Investitionen in logistische Maßnahmen werden Unternehmen befähigt, sich gegenüber Konkurrenten am Markt durch eine Steigerung der logistischen Leistungsfähigkeit zu behaupten bzw. die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Ziel des auf dem Sonderforschungsbereich 489 basierenden Transferprojekts T7 ist, ein allgemeingültiges Modell zur logistischen und monetären Bewertung von Maßnahmen in der Produktion zu entwickeln. Dabei ist ein Ansatz zu entwickeln, der den Zusammenhang zwischen der Absatzmenge und der logistischen Leistungsfähigkeit einer quantitativen Bewertung zugänglich macht.

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Kolumne

Sensoren verändern die Logistik

Götz-Andreas Kemmner

Das Internet of Things beginnt sich auszubreiten und konkretere Gestalt anzunehmen. Die meisten von uns haben schon erste Erfahrungen mit Smart Home gemacht. Mit ein paar Sensoren, Schaltern und etwas Entscheidungslogik kann man Beschattungs- und Beleuchtungsprozesse im Haus automatisieren, Temperaturen, Energieverbrauch und das Haus auf Eindringlinge überwachen. Manches davon ging auch früher schon, doch war es aufwändiger und teurer zu realisieren.

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Smart Glasses zur Unterstützung von Logistikdienstleistungen

Bedarfsorientierte Informationsbereitstellung zur Prozesssteuerung  

Christina Niemöller, Dirk Metzger, Oliver Thomas, Ingmar Ickerott, Sven Till, Tobias Mollen, Thomas Neumann und Sebastian Hucke

Smart Glasses bieten für Dienstleister neue Möglichkeiten der Informationsbereitstellung. Im Forschungsprojekt Glasshouse entwickeln die Universität und die Hochschule Osnabrück gemeinsam mit den Logistikdienstleistern Hellmann World-wide Logistics und der Meyer & Meyer Holding sowie dem IT-Dienstleister pco eine cloud-basierte Lösung für den Logistiksektor. Durch die bedarfsgerechte Informationsbereitstellung, eine ergonomischere Arbeitsweise und eine höhere Sicherheit am Arbeitsplatz entstehen Smart Services.

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Robotik-Einsatz in Logistikunternehmen
Kernarbeitsprozesse, Weiterbildungsmodule und Lessons Learned

Frank Molzow-Voit, Florian Plönnigs, ITB, Universität Bremen und Moritz Quandt

Aufgrund des steigenden Einsatzes von Robotiklösungen in Logistikunternehmen wächst der Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) nutzen die Potenziale von individualisierten Robotiklösungen bisher nur in sehr geringem Maße. Daher wurde eine zielgruppenspezifische Weiterbildung für Robotik in der Logistik entwickelt, die sich insbesondere an KMU richtet. Durch den modularen Aufbau der Qualifizierungsmaßnahme konnten die einzelnen Weiterbildungsmodule an den Kernarbeitsprozessen beruflicher Facharbeit ausgerichtet werden. Aus der berufswissenschaftlichen Erhebung in verschiedenen Logistikunternehmen sowie der Durchführung der Weiterbildungsmodule konnten wichtige Erfahrungen gesammelt werden, die in Lessons Learned zusammengefasst wurden.

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Automatische Entladung von Stückgütern durch ein kognitives Robotersystem

Bernd Scholz-Reiter, Alice Kirchheim, Matthias Burwinkel, Wolfgang Echelmeyer, Moritz Rohde und Kolja Schmidt

Die automatische Entladung von Massenstückgütern und deren automatisierte Überführung in die logistischen Systeme ist eine große technische Herausforderung. Bisherige Forschungsarbeiten sind in der Lage eine Lage- und Positionsbestimmung von kubischen Stückgütern durchzuführen und die Stückgüter mit einer angepassten Handhabung aus dem Ladungsträger zu entnehmen. Der Einsatz hat gezeigt, dass unterschiedliche Umgebungen, sich ändernde Stückgüter und deren Zustand die Weiterentwicklung zu einem anpassungsfähigen technischen System erfordern. Innerhalb des Beitrags stellen wir daher ein Konzept zur Lösung dieser Herausforderung vor, indem kognitive Methoden und Technologien in die Teilsysteme Objekterkennung, Robotersteuerung und Handhabung zu integrieren und zu einem Gesamtsystem zusammenzufügen.

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Mass Customization als Wettbewerbschance

Matthias Müller Wolf

Die Marktanforderungen ändern sich und mit ihnen auch die Prozesse in der Produktion. Zentral sind zwei Trends: die fortschreitende Verkürzung der Lieferzeiten und die Individualisierung der Produkte. Verbraucher erwarten, dass Produkte ihren individuellen Anforderungen exakt gerecht werden. Dazu reicht eine große Variantenvielfalt nicht aus. Vielmehr wünschen sich Kunden Produkte wie aus der Maßkonfektion, ohne höhere Preise zahlen zu wollen. Moderne Produktionskonzepte und flexible, unternehmensübergreifende IT-Lösungen begegnen dieser Herausforderung erfolgreich.

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Autonome Roboter mit Lernalgorithmus
Eine Grauzone in Haftungsfragen?

Michael Decker

Roboter sollen möglichst flexibel in unterschiedlichen Handlungsumgebungen und -zusammenhängen agieren können. Um das zu realisieren, werden Lernalgorithmen entwickelt, die ein Lernen nach dem Vorbild der Natur ermöglichen. Wenn eine so lernende Maschine einen Schaden verursacht, stellt sich die Frage, wer diesen verantwortet. Es kann eine Grauzone zwischen Produkt- und Halterhaftung entstehen. Ausgehend von Ersetzbarkeitskriterien wird ein konkreter Vorschlag unterbreitet, wie man mit dieser Grauzone umgehen könnte.

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