Wichtige 5G-Verbindung

Phoenix Contact, Anbieter für industrielle Verbindungs- und Automatisierungstechnologie, und der belgische Netzbetreiber Proximus schlossen sich zusammen, um einen erfolgreichen Test von PROFINET in einem kabellosen 5G-Netz durchzuführen.

Dieser Erfolg ist ein wichtiger Meilenstein für Industrie 4.0-Anwendungen und eröffnet die Möglichkeit, dieses führende Protokoll für Fabrikautomation in Kombination mit ultraschnellen und höchst verlässlichen mobilen privaten Netzen (MPN) nach 5G-Standard zu nutzen. 5G ist die erste Generation mobiler Datenübertragungstechnologie, die eine höchst verlässliche Kommunikation mit geringer Latenz (ultra-reliable low-latency communication, URLLC) ermöglicht und damit den Weg ebnet für die verlässliche Implementierung von Echtzeit-Datenströmen. Zusammen mit Network Slicing wird so eine präzisere Verwaltung der verfügbaren industriellen IT-Ressourcen möglich, um Bandbreite und eine zuverlässige Verbindung zu garantieren. Die Industriemärkte warten sehnsüchtig darauf, dass sich 5G durch dedizierte Tests für Anwendungsfälle beweisen kann.
PROFINET ist ein Industrial Ethernet-Protokoll, das in der Fabrikautomation eingesetzt wird. Es ist aber auch das am schwierigsten einzusetzende Protokoll für industrielle Maschinenkommunikation, da es extrem niedrige Latenzen und höchste Verlässlichkeit erfordert. Aus diesem Grund war für PROFINET im Allgemeinen eine verkabelte Ethernet-Verbindung erforderlich – zumindest bis jetzt.

Phoenix Contact und Proximus haben sich zusammengeschlossen, um einen Konzeptnachweis im Labor von Proximus zu erbringen. Dabei wurde eine stabile PROFINET-Kommunikation über ein privates Stand-alone-5G-Netz auf dem 3,5-GHz-Band aufgebaut. Für den Test wurden die private 5G-Netzinfrastruktur von Proximus und ein durch Phoenix Contact entwickelter 5G-Industrierouter genutzt.

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